Fahrzeugspende an Sozialstation
Die Katholische Sozialstation Tuttlingen darf sich über die Spende eines neuen PKW freuen. Die Mitgliederversammlung des St. Elisabethen-Krankenpflege-Vereins Tuttlingen hat sich bereits im Mai entschlossen, zur Verbesserung der Mobilität des ambulanten Pflegedienstes einen Beitrag zu leisten. Die nahezu 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialstation sind mit 20 PKW´s jährlich nahezu 300.000 km auf Achse, um die Versorgung ihrer Patienten sicher zu stellen.
In diesen Tagen nun durfte (v.r.) der Geschäftsführender Pfarrer und Vorsitzender des Beirates der Sozialstation Richard Grotz von Dekan Matthias Koschar, Vorsitzender des St. Elisabethen-Krankenpflege-Vereins, das Fahrzeug in Empfang nehmen. Die Pflegedienstleitung Angelika Hasenknopf und der Geschäftsführer der Sozialstation Kunibert Wilhelm freuen sich über die großzügige Spende des Krankenpflegevereins.

Katholische Sozialstation
Medizinischer Dienst bestätigt hervorragende Qualität
Ambulante Kranken- und Altenpflegedienste werden durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen regelmäßig einer Prüfung unterzogen. Die Katholische Sozialstation Tuttlingen/Fridingen ist dabei mit Bestnoten ausgezeichnet worden.
Wenn eine Prüfung ins Haus steht, ist das für alle Beteiligten immer mit größter Anspannung verbunden. So war es auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Katholischen Sozialstation Tuttlingen/Fridingen, zumal die Prüfung nach einem neunen System erfolgen sollte. Abgeprüft werden die Qualität der pflegerischen und ärztlich verordneten pflegerischen Leistungen und die Dienstleistung und Organisation. Abgerundet wird die Prüfung durch Praxisbesuche und eine telefonische Befragung der Kunden. In allen Bereichen erzielte die Sozialstation stets die Bestnote „sehr gut“. „Auf dieses Ergebnis sind wir sehr stolz“ freut sich die Pflegedienstleiterin Angelika Hasenknopf und weiter „dies zu erreichen ist nur möglich mit einem fachlich kompetenten und hoch motivierten Team.“ Aktuell sind bei der Sozialstation insgesamt 38 Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Altenpflegerinnen beschäftigt. Sie leisteten im Jahre 2009 81.527 Hausbesuche. Pfarrer Richard Grotz hat alle Mitarbeiterinnen spontan zu einer kleinen Feierstunde und zum Mittagessen eingeladen. „Ich sage herzlich Danke für das große Engagement. Sie erfüllen den diakonischen Auftrag unserer Kirche ganz vorbildlich“ freute er sich mit.
Und auch in einem anderen Bereich hat die Katholische Sozialstation die Nase vorn. Im Vergleich mit 36 Sozialstationen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart belegt sie bei der Auswertung des Angebotsprofils Rang 1. Neben der Kranken- und Altenpflege hat die Sozialstation folgende weitere Hilfen im Angebot. Um nur die Wichtigsten zu nennen: Essen auf Rädern, Nachbarschaftshilfe, Mobile Soziale Dienste, Wohnraumberatung, Hausnotruf, Familienpflege, Betreuung Demenzkranker, Palliativpflege, Hospitzdienste und Betreutes Wohnen. Insgesamt wurden 2009 825 Menschen betreut. „Wir kommen unserem selbstgestellten Anspruch häusliche Hilfen aus einer Hand anzubieten immer näher“ weist Geschäftsführer Kunibert Wilhelm den Weg zur Weiterentwicklung der Sozialstation.


Das Team der Katholischen Sozialstation mit rechts vorne Geschäftsführender Pfarrer Richard Grotz, hinten Dekan Matthias Koschar und links vorne Geschäftsführer Kunibert Wilhelm, hinten Pflegedienstleitung Angelika Hasenknopf.
Katholische Sozialstation Tuttlingen -Jubiläum 25 Jahre Dorfhilfe-
Neben den klassischen Angeboten der ambulanten Kranken- und Altenpflege bietet die Katholische Sozialstation seit nunmehr 25 Jahren, in Kooperation mit dem Dorfhelferinnenwerk Sölden e.V., Hilfen an für Familien in schweren Notsituationen.
Der Einsatz für in Not geratene Familien hat aber bei der Kath. Kirche eine weitaus längere Tradition. Bereits am 01. September 1921 wurde in Tuttlingen die erste St.-Anna-Schwesternstation eingerichtet. Die St. Anna-Schwester Kreszentia Harder, eine ausgebildete Familienpflegerin, betreute viele Tuttlinger Familien. Ihr folgten weitere 2 Schwestern nach, die hauptsächlich in der Wöchnerinnen- und Hauspflege eingesetzt waren. Das Engagement der Anna-Schwestern endete nach 62jähriger segensreicher Tätigkeit im Sommer 1983. Der Konvent in Tuttlingen musste wegen Schwestern-Mangel aufgelöst werden. Verabschiedet wurden die St.-Anna-Schwestern Irmgard, Bernarda und Gemma.
Im Jahr 1973 wurde mit Frau Agnes Lesinger eine weitere Familienpflegerin angestellt. Sie ist sicher vielen Familien in Tuttlingen und Umgebung noch in bester Erinnerung. Mit Eintritt in den Ruhestand im Jahre 1998 beendete sie ihren Dienst.
Bereits im Jahre 1984 wurde, insbesondere aus dem ländlichen Bereich Donautal-Heuberg, der Wunsch nach einer Dorfhelferin an die Kath. Sozialstation herangetragen. In Kooperation mit dem Dorfhelferinnenwerk Sölden e.V. konnte diesem Anliegen entsprochen werden. Die erste Dorfhelferin nahm ihren Wohnsitz in Buchheim. Die Einsatzleitung oblag Frau Paula Fehrenbacher, ebenfalls aus Buchheim. Der Chronist berichtet: „In Buchheim Gasthaus „Felsen“ stellte sich die neue Dorfhelferin der Katholischen Sozialstation vor. Schon vor der Vorstellung hatte sie ihren ersten Einsatz in Schwandorf. Dies zeige, wie dringend notwendig eine Dorfhelferin sei, war die allgemeine Ansicht der über 50 anwesenden Personen.“
Bereits 1990 zeigte sich weiterer Hilfebedarf, sodass in erweiterter Kooperation mit dem Dorfhelferinnenwerk seither 2 Dorfhelferinnen im Einsatz sind. Aktuell sind Frau Brigitte Laux bereits seit 1999 und 2002 Frau Anita Keller seit 2002 tätig. Die Einsatzleitung liegt in den bewährten Händen von Frau Christa Riffler.
Lag der Einsatzschwerpunkt in früheren Jahren mehr in ländlich-bäuerlichen Familien, verlagerte er sich in den letzten Jahren mehr hin auch in Familien ohne Landwirtschaft. Für beide familiären Situationen sind die Dorfhelferinnen bestens ausgebildet. Im vergangenen Jahr erbrachten die Dorfhelferinnen, unterstützt durch Fachkräfte aus den angrenzenden Nachbarstationen, an 585 Tagen Hilfen für 28 Familien mit insgesamt 58 Kindern. Ein deutlicher Beweis, dass der Dienst der Dorfhelferinnen heute gleichermaßen nachgefragt ist wie ehedem. Bei Hilfebedarf wendet man sich an die Einsatzleitung Frau Christa Riffler, Telefon 07775/938934. Vermittlung übernimmt auch die Katholische Sozialstation, Frau Ursula Ewinger, Telefon 07461/9354-13.
Ehrung unserer Dorfhelferinnen

Brigitte Laux, Anita Keller Dorfhelferinnen; Christa Riffler Einsatzleitung
Kunibert Wilhelm Geschäftsfürer, Pfr. Richard Grotz
Verabschiedung Fr. Else Klaiber aus dem Beirat

v.l. Else Klaiber Mitglied des Beirats
h.r. Lucia Lang Leiterin des Dorfhelferinnenwerks Sölden
Kurs „Palliative Praxis“ erfolgreich beendet
Auf Initiative von Frau Angelika Hasenknopf, Pflegedienstleitung der Katholischen Sozialstation Tuttlingen, und in Kooperation mit der Stiftung St. Franziskus, absolvierten 13 Pflegefachkräfte im Oktober ein vierzigstündiges Curriculum zur Palliativen Praxis. Als Referentin konnte hierzu Frau Annegret, Thierhoff, als namhafte und kompetente Referentin der Diakonie, gewonnen werden.
Der im Altenzentrum St. Josef in Spaichingen abgehaltene Kurs sensibilisierte die Teilnehmer im Umgang mit Schwerstkranken und Sterbenden, vermittelte neue Kompetenzen in der Arbeit mit dementiell Erkrankten, legte einen Schwerpunkt auf die Beratung und Begleitung Angehöriger und deren berechtigten Sorgen und Ängste. Gleichzeitig wurde das berufliche Selbstbewusstsein der Pflegenden an der Basis gestärkt und Methoden zur interprofessionellen Zusammenarbeit, vor allem zwischen Pflegenden und Ärzten, erarbeitet.
„Oberstes Ziel sei es“, so Referentin Frau Thierhoff „ eine hospizliche Haltung bei Pflegenden zu erreichen, die ein würdevolles Sterben Zuhause oder in stationären Einrichtungen der Altenhilfe möglich macht.
Den Kurs erfolgreich abgeschlossen haben:
- Herlinde, Wild (Altenzentrum St. Elisabeth, Rottweil)
- Angelika, Holz (Kirchliche Sozialstation Schramberg)
- Sandra, Pfister (St. Konrad, Zimmern)
- Brigitte, Schatz (St. Martin, Geislingen)
- Michael, Laube (St. Veronika, Dunningen)
- Mirko, Hahn (Sozialstation Oberes Schlichemtal- Rosenfeld)
- Ute, Weiler (Sozialstation Oberes Schlichemtal- Rosenfeld)
- Johanna, Hipp (St. Antonius, Mühlheim)
- Eduard, Klos (St. Anna, Tuttlingen)
- Carmen, Fromm (Bürgerheim, Tuttlingen )
- Ursula, Haselmeier (Katholische Soziastation Tuttlingen)
- Marianne, Rullkötter (Katholische Sozialstation Tuttlingen)
- Pamela, Gems ( Katholische Sozialstation Tuttlingen)